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Vom Select Plus zum »Microsoft Products & Service Agreement«

Bereits 2014 kündigte Microsoft das Ende des Lizenzmodells »Select Plus« an. Bei Abschluss bis zum 30. Juni 2015 konnten Select Plus Kunden noch bis zum nächsten Jahrestag unter dem alten Vertrag bestellen. Seit dem 01. Juli 2016 sind Bedarfsbestellungen ausschließlich über das neue »Microsoft Products & Service Agreement« (MPSA) möglich.

Microsoft vereinfacht hiermit seine Verträge für Lizenzen und Cloud Services, indem von nun an ausschließlich das MPSA alle relevanten Vertragsdetails regelt. Die gesamte Vertragsstruktur wird somit auf eine neue Ebene der Einfachheit, Flexibilität und Transparenz gehoben. Das Enterprise Agreement (EA) ist von der Einführung des MPSA nicht betroffen und ist auch weiterhin verfügbar.

Das MPSA ist ein weltweiter, unbefristeter Vertrag. Er dient der Beschaffung von Software, in Form von Volumenlizenzen, Onlineservices oder Software Assurance. Zugänglich ist er für Kunden mit mindestens 250 Geräten oder Nutzern. Ausnahmen bilden hierbei die öffentliche Verwaltung sowie Forschung und Lehre. Die Beschaffung erfolgt über die sogenannten »Purchasing Accounts«, die vom Kunden selbst definiert werden. Purchasing Accounts können beispielsweise einzelne Organisationseinheiten, Abteilungen oder Projektgruppen sein. Diese dienen dazu, dass das gesamte Unternehmen und dessen global verbundene Gesellschaften in einem MPSA-Vertrag partizipieren. Lizenzen, die über einen Purchasing Account erworben werden, sind nicht auf diesen beschränkt. Das heißt, dass Lizenzen innerhalb des MPSA transferierbar sind. Die Purchasing Accounts dienen dem Kunden lediglich zur vereinfachten Darstellung seiner Organisation und Einkaufsstrategie.

Das Lizenzieren von hybriden Cloud-Lösungen, also das Nutzen von sowohl klassischen Lizenzen als auch Online-Services, wie zum Beispiel Office 365 oder Microsoft Azure, wird unter diesem Vertrag realisiert. Auch die Oberfläche des Verwaltungsportals bekommt einen neuen Anstrich. Aus dem »Volume Licensing Service Center« (VLSC) wird das »Microsoft Business Center« (MBC). Es verbindet alle Lizenzen, Abonnements und Service Assurance Services, die über den MPSA erworben wurden und enthält bekannte Funktionen des alten VLSC. Neu ist der direkte Zugriff und die Einrichtung von Online-Services über das Portal. Das MBC hebt sich deutlich vom bekannten VLSC ab und ermöglicht eine transparentere Übersicht über Vertragsdetails, Beschaffungshistorien, Produktdownloads und aktive Onlinedienste. Ein wesentlicher Mehrwert ist zudem die Reportfunktion. Microsoft liefert Standardreports, die durch den Anwender bei Bedarf auch angepasst werden können (Custom Reports). Es ist geplant, zukünftig auch Lizenzinformationen aus den anderen Vertragstypen im MBC abzubilden.

Microsoft strebt mit dem Wechsel zum neuen MPSA mehr Transparenz und klare Strukturen an. Somit ist auch der Wechsel für bestehende Select Plus Kunden simpel. Der Kunde behält alle Rechte und Zugriffe auf Software und Software Assurance, die unter Select Plus erworben wurden. Der MPSA wird mithilfe eines Microsoft Handelspartners abgeschlossen, wobei ein bestehender Select Plus-Preislevel auf den MPSA übertragen wird.

Das MPSA ist ein großer Schritt auf dem Weg der Transparenz und Standardisierung von Microsoft Verträgen. Es bietet die Möglichkeit, unternehmensweit mit einem einzigen Vertrag On-Premise Produkte sowie Cloud-Services unter einer oder mehreren Kostenstellen zu erwerben und zu verwalten.

Wir unterstützen Sie bei der Umstellung des Vertragsmodells. Wenn Sie Fragen zum MBC oder zur Lizenzierung der Microsoft Online-Services haben, beraten wir Sie gerne.

Max Kieselbach | Tags: Software Asset Management, License Management, Microsoft, Microsoft Products & Service Agreement